Dem Frieden dienlich? Humanitär motivierte Militärinterventionen

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Herrenhausen Palace
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Nicht erst seit dem Ukraine-Krieg wird darüber gestritten, ob unbeteiligte Staaten und Bündnisse aus humanitären Erwägungen militärisch intervenieren dürfen. Im Herrenhäuser Gespräch wird diese Debatte am 15. September fortgesetzt.  

Die Region um Vukovar, wo sich 1991 dieser zerstörte jugoslawische Panzer fand, war während des Kroatienkriegs das am stärksten umkämpfte Gebiet. (Foto: Peter Denton via Wikimedia Commons CC BY SA 2.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/)
Die Region um Vukovar, wo sich 1991 dieser zerstörte jugoslawische Panzer fand, war während des Kroatienkriegs das am stärksten umkämpfte Gebiet. (Foto: Peter Denton via Wikimedia Commons CC BY SA 2.0 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/)

Hier finden Sie den Videomitschnitt der Veranstaltung.

Das Für und Wider humanitär motivierter militärischer Interventionen gehört nicht erst seit dem Ukraine-Krieg zu den großen Streitthemen auf der politischen Agenda. So waren etwa die Kampfeinsätze der NATO bei den Jugoslawienkriegen in den 1990er Jahren völkerrechtlich durchaus umstritten. Die Debatten, wann unbeteiligte Drittstaaten oder Verteidigungsbündnisse, denen die betroffenen Länder nicht zugehörig sind, eingreifen dürfen oder sogar müssen, um Kriege zu beenden, Menschenrechtsverletzungen zu verhindern und politisch, religiös oder ethisch motivierte Verfolgungen zu unterbinden, werden hitzig zwischen Staaten und Bündnispartner:innen geführt.

Was haben wir aus den militärischen Interventionen der Vergangenheit gelernt und welche Einsichten helfen uns, heute die richtigen Entscheidungen zu treffen? Wie sinnvoll ist es, das Ende kriegerischer Auseinandersetzungen mit Waffengewalt von Externen zu erzwingen? Und wie hoch ist der Preis des Eingreifens für die beteiligten Staaten, die betroffenen Gesellschaften und die Weltgemeinschaft - auch über das Ende der Intervention hinaus?

Herrenhäuser Gespräch
Dem Frieden dienlich? Humanitär motivierte Militärinterventionen
Xplanatorium Herrenhausen, Hannover
15. September 2022, 19:00 Uhr

Programm

Podiumsdiskussion mit

Prof. Dr. Bernd Greiner, Arbeitsbereich Globalgeschichte, Universität Hamburg

Prof. Dr. Fabian Klose, Lehrstuhl für Internationale Geschichte und historische Friedens- und Konfliktforschung, Universität zu Köln

Dr. Astrid Irrgang, Geschäftsführerin ad interim, Zentrum für Internationale Friedenseinsätze Berlin (zif)

Prof. Dr. Ursula Schröder, Wissenschaftliche Direktorin und Leiterin des Forschungsbereichs Europäische Friedens- und Sicherheitsordnungen am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Universität Hamburg

Moderation: Dr. Ulrich Kühn, NDR Kultur

NDR Kultur zeichnet das Herrenhäuser Gespräch auf und sendet es am 23.10.2022 um 20:05 Uhr im NDR Kultur Sonntagsstudio.

Veranstaltungsort

Die Veranstaltungen der VolkswagenStiftung finden im Xplanatorium Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Üstra-Linien 4 und 5, Haltestelle "Herrenhäuser Gärten". Das Tagungszentrum Schloss Herrenhausen ist barrierefrei.

Einlass

Der Eintritt ist frei. Die Türen öffnen 45 Minuten vor Beginn. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aus Höflichkeit gegenüber den Vortragenden schließen wir den Einlass mit Beginn der Veranstaltung.

Livestream

Die Veranstaltung wird zusätzlich hier im Livestream ab 19:00 Uhr übertragen.

Veranstaltungsinfos per E-Mail

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Herrenhäuser Gespräche

Mit den Herrenhäuser Gesprächen präsentieren die VolkswagenStiftung und NDR Kultur aktuelle Themen aus Wissenschaft und Kultur, die unsere Gesellschaft bewegen. Ganz im Sinne von Gottfried Wilhelm Leibniz positioniert sich Herrenhausen damit als ein Ort des intellektuellen Diskurses, der weit über die Grenzen der Stadt Hannover hinaus eine breite Öffentlichkeit zum Mit- und Nachdenken anregt.