Yehudit-und-Yehuda-Elkana-Fellowship: Förderung des freien wissenschaftlichen Austauschs

Wissenschaftlich kontroversen Diskussionen steht immer weniger freier Raum zur Verfügung. Die Yehudit-und-Yehuda-Elkana-Fellowships wollen Wissenschaftler:innen diesen Raum schaffen.

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Die Freiheit der Wissenschaft ist in Deutschland im Grundgesetzt verankert. In vielen anderen Ländern gilt dieser Grundsatz nicht. (Foto: Emile Noir - stock.adobe.com)

Die Bedingungen für die freie Zirkulation von Wissen und für den ungehinderten Austausch wissenschaftlicher Thesen haben sich in den letzten Jahren weltweit verschlechtert. Die Polarisierung und Verhärtung öffentlicher Debatten nimmt zu und Interventionen von gesellschaftlichen und politischen Kräften in Forschung und Lehre werden häufiger – bis hin zur Verfolgung, Vertreibung und Freiheitsberaubung von Wissenschaftler:innen. Damit verengen sich Räume für wissenschaftliche Kontroversen, die unerlässliche Voraussetzung für die akademische Arbeit sind. Die Yehudit-und-Yehuda-Elkana-Fellowship bietet Wissenschaftler:innen, die sich um den freien Austausch von Wissen und Thesen sowie um offene Räume für akademische Kontroversen verdient gemacht haben, eine Einladung von drei bis sechs Monaten an The New Institute in Hamburg oder das Wissenschaftskolleg zu Berlin. Die Fellowship ist mit einer Förderung von Projekten zum Erhalt des freien wissenschaftlichen Austauschs in Höhe von 50.000 Euro verbunden. Das Programm wird von der VolkswagenStiftung sowie der Marga und Kurt Möllgaard-Stiftung gefördert. Es kooperiert mit der Einstein Stiftung Berlin.

Bewerbungen für die Yehudit-und-Yehuda-Elkana-Fellowships sind nicht möglich; die Förderentscheidung wird ausschließlich aufgrund von Nominierungen getroffen.

Für weitere Informationen zum Programm kontaktieren Sie bitte Vera Kempa am Wissenschaftskolleg zu Berlin.

Berater:innenkreis:
  • Nadia Al-Bagdadi, Central European University, Wien/Budapest
  • Katharina Biegger, Wissenschaftskolleg zu Berlin
  • Kader Konuk, Universität Duisburg-Essen
  • Ivan Krastev, Centre for Liberal Strategies, Sofia
  • Noémi Lévy-Aksu, Truth Justice Memory Center Hafiza Merkezi, Istanbul
  • Shalini Randeria, Central European University, Wien
  • Karl Schlögel, Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder)
  • Martin Schulze Wessel, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Magdalena Waligórska, Humboldt-Universität zu Berlin
Auswahlgremium:
  • Julika Griem, Kulturwissenschaftliches Institut Essen
  • Lisa Herzog, Reichsuniversität Groningen
  • Wilhelm Krull, The New Institute, Hamburg
  • Andrii Portnov, Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder)
  • Daniel Schönpflug, Wissenschaftskolleg zu Berlin
  • Barbara Sheldon, The New Institute, Hamburg
  • Stephan Steinlein, Bundespräsidialamt, Berlin
  • Barbara Stollberg-Rilinger, Wissenschaftskolleg zu Berlin
Mit beratender Stimme:
  • Henrike Hartmann, VolkswagenStiftung, Hannover
  • Marion Müller, Einstein Stiftung Berlin
  • Heinz-Rudi Spiegel, Marga und Kurt Möllgaard-Stiftung, Essen