Schumpeter-Fellowships
Bewilligungen / Grants 2009
Innovationen in der Nanomedizin - Eine Analyse der Wissens- und Technikgenese interdisziplinärer Forschungspraxis
Bewilligung: 16.01.2009 Laufzeit: 5 Jahre
Ziel des Projektes ist eine konkrete, fallbezogene und problemorientierte Analyse nanomedizinischer Wissens-, Technik- und Risikogenese. Es gliedert sich in drei Schwerpunkte: Ethnographische Laborforschung zur interdisziplinären Wissens- und Technikgenese von ausgewählten Nanotechnologien im Bereich medizinischer Anwendungen; Analyse der gesellschaftlichen Diffusion von nanomedizinischem Wissen und Technologien. Sie beinhaltet die systematische Prüfung der Anschlussfähigkeit und des Umgangs mit nanotechnologischen Innovationen in den Bereichen Medizin, Gesundheitswesen, Recht, Ökonomie, Politik und Ethik; anwendungsbezogene Reflexion und Distribution der Ergebnisse in Workshops und Focus Groups sowie virtuellen, internetbasierten Diskussions- und Wissenschaftsforen. Bei alledem soll Nanomedizin als konvergente Technologie verstanden werden, die nicht nur unterschiedliche Disziplinen und Forschungstraditionen verbindet, sondern auch im Schnittfeld von Körper, Technik und Gesellschaft zu lokalisieren ist. In beiderlei Hinsicht werden unterschiedliche Akteur-Netzwerke erkennbar, an denen inter- und transdisziplinäre Übersetzungsprozesse untersucht werden sollen.
Universität München
Institut für Soziologie
Michael Schillmeier, Ph.D.
Konradstr. 6
80801 München
Tel.: 089 21805937
Fax: 089 21802922
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Das Ende vom Ende der Ideologien? Ideologische Polarisierung in den USA im Kontext westeuropäischer Entideologisierungsprozesse
Bewilligung: 15.01.2009 Laufzeit: 5 Jahre
In Westeuropa werden vielfältig Prozesse einer Entideologisierung erörtert,die in nachlassender Wahlbeteiligung, inhaltlicher Annäherung der großen Parteien und genereller Abwendung der Bürger von der Politik zum Ausdruck kommt. Demgegenüber ist in den USA schon seit Jahrzehnten eine zunehmende Polarisierung der politischen Anschauungen zu beobachten, die in aktiver Mitwirkung von Bürgern im politischen Dialog hervortritt. Vor diesem Hintergrund soll das Projekt vor allem in den USA der These nachgehen, dass gerade die Faktoren, die in Westeuropa zur Entideologisierung führen - Nutzung der Medien und geographische Mobilität - in den USA zu verstärkter Ideologisierung beitragen. Als Beispiele werden genannt, dass Medien genutzt werden, die weitgehend den eigenen Einstellungen und Vorstellungen nahe kommen, und dass Wohnorte bevorzugt dort gesucht werden, wo das politische Umfeld den eigenen Vorstellungen entspricht. Der weitgehenden Angleichung in Westeuropa steht in den USA damit eine deutliche Abgrenzung gegenüber, wie sie für Ideologien typisch ist. Methodologisch zielt das Vorhaben zunächst auf einen Vergleich zwischen Westeuropa und den USA ab. Ferner soll im Hinblick auf die USA eine Fallstudie durchgeführt werden.
Universität Düsseldorf
Institut für Deutsches und Europäisches Parteienrecht und Parteienforschung
Dr. Torben Lütjen
Universitätsstr. 1
40225 Düsseldorf
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Electronic Government in einer alternden Gesellschaft - Policies, Projekte, Potenziale
Bewilligung: 15.01.2009 Laufzeit: 5 Jahre
Die Nutzung von Online-Angeboten durch Senioren ist im Verhältnis zur Nutzung durch die Gesamtbevölkerung sehr gering. Zugleich nehmen Kommunen verstärkt die Möglichkeit des Electronic Government wahr. Beide Aspekte führt das Projekt in Verknüpfung von Wirtschaftsinformatik, Politik- und Verwaltungswissenschaften zusammen, um dem absehbaren demografischen Übergewicht der älteren Generationen auch im Ländervergleich Rechnung zu tragen. Geklärt werden sollen insbesondere die Forschungsfragen:Welche Handlungspotenziale bieten sich insbesondere deutschen Kommunalverwaltungen, um auf die Herausforderungen der alternden Gesellschaft zu reagieren? Welche konkreten Projekte zum demografieorientierten E-Government existieren auf kommunaler Ebene, wie lassen sie sich charakterisieren und unter welchen Bedingungen lassen sich gemachte Erfahrungen auf andere Anwendungsfälle übertragen? Welche Policies im Sinne von Politikinhalten zum demografischen E-Government lassen sich auf europäischer sowie deutscher Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene identifizieren und in welcher Beziehung stehen diese Inhalte zueinander?
Universität Münster
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
ERCIS - European Research Center for Information Systems
Dr. Björn Niehaves
Leonardo-Campus 3
48149 Münster
Tel.: 0251 83 38087
Fax: 0251 83 38087
Homepage: http://www.ercis.org/ERCIS/en/index.php
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Nachhaltigkeit und Finanzmarkt - institutionelle Arrangements und Perzeptionsmuster
Bewilligung: 03.02.2009 Laufzeit: 5 Jahre
Das in insgesamt 5 Module gegliederte Vorhaben soll die bestehenden Verknüpfungen von Finanzmarkt und Nachhaltigkeit aus soziologischer Perspektive, vor dem Hintergrund unterschiedlicher Spielarten von Kapitalismus und in Anknüpfung an Studien zum sozialen-verantwortlichen Investieren erschließen. Dabei soll eine Analyse und Gegenüberstellung von "Artefakten" wie Rating, Accounting und Aktienindizes die beiden Bereichen zu Grunde liegenden Logiken und Mechanismen herausarbeiten. Im dritten Modul sollen Finanzmarkt und Nachhaltigkeit eingebettet in drei gesellschaftliche Arenen betrachtet werden: die Medien, die Politik und die Zivilgesellschaft. Anschließend wird der Fokus auf Unternehmen und Investoren gerichtet. Das fünfte Modul dient der Synthese der Forschungsergebnisse. In allen Modulen ist Zusammenarbeit mit Wirtschaftswissenschaften, Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und mit der sozial-ökologischen Nachhaltigkeitsforschung vorgesehen.
Universität Jena
Institut für Soziologie
Jun.-Prof. Dr. Stefanie Hiß
Carl-Zeiß-Str. 2
07743 Jena
Telefon: 03641 945584
Homepage: http://www.soziologie.uni-jena.de/StefanieHiss.html
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Informationen
zu dieser Initiative:
Bislang bewilligte Projekte:
Bewilligungen 2011
Bewilligungen 2010
Bewilligungen 2009
Bewilligungen 2007
allgemein: