Schumpeter-Fellowships
Bewilligungen / Grants 2007
Recht und Governance der Entwicklungszusammenarbeit
Bewilligung: 03.12.2007 Laufzeit: 5 Jahre
Das Vorhaben wurde am 22.06.2011 von Heidelberg nach Gießen umgesetzt.
In inhaltlicher Anknüpfung an seine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Habilitationsschrift zu "Grundlagen des Entwicklungsverwaltungsrechts" will der Antragsteller im Rahmen des Schumpeter-Fellowships die rechtlichen Strukturen der Entwicklungszusammenarbeit in administrativer und materieller Hinsicht untersuchen. In einem ersten Teil soll das Projekt Organisation, Verfahren und Instrumente dieser Zusammenarbeit auf deutscher, europäischer und globaler Ebene analysieren und ihr Recht als Entwicklungsverwaltungsrecht konzipieren. In einem zweiten Teil soll das Projekt die inhaltlichen Konzepte dieser Zusammenarbeit untersuchen, soweit sie als Good Governance- oder Konstitutionalisierungsprogramme in das Feld der juristischen Entwicklungszusammenarbeit fallen. In beiden Teilen soll das Vorhaben Neuland für die Rechtswissenschaften erschließen. Darüber hinaus ist im Projekt und über Workshops auch interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Politikwissenschaft, Institutionenökonomie und Verfassungsgeschichte vorgesehen.
Universität Gießen
Lehrstuhl für Öffentliches Recht
und Rechtsvergleichung
Prof. Dr. Philipp Dann
Licher Str. 64
35394 Gießen
Tel.: 0641 99 211 20
Homepage: http://www.recht.uni-giessen.de/wps/fb01/home/dann
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Hybride Identitäten in Deutschland. Identitäts- und Abgrenzungsrituale am Beispiel muslimischer Migranten im deutsch-europäischen Innen- und Außenverhältnis
Bewilligung: 03.12.2007 Laufzeit: 5 Jahre
Das Vorhaben wurde am 02.03.2009 von Berlin nach Berlin umgesetzt.
Durch eine transdisziplinäre Verknüpfung von Politikwissenschaft mit sozialpsychologischen, religionssoziologischen, kommunikationstheoretischen und philosophischen Ansätzen soll ein theoretischer Analyserahmen erarbeitet werden, der es erlaubt, die komplexe Interaktion muslimischer Einwanderer mit ihrer deutschen Lebenswelt zu analysieren und zu klären, wie Abgrenzungsritualen beider Seiten entgegengewirkt werden kann, und wie unterschiedlich sich muslimische Identitäten im Innenverhältnis zu Deutschland definieren. Im Außenverhältnis sollen untersucht werden die Beziehungen zwischen Europa und der islamisch geprägten Welt seit dem Ende des bipolaren Systems im Hinblick auf deren Rückwirkungen und deren Einfluss auf neue Identitätsdefinitionen muslimischer Einwanderer in Europa.
Humboldt-Universität Berlin
Institut für Sozialwissenschaften
Lehrstuhl für vergleichende Strukturanalyse
Dr. Naika Foroutan
Unter den Linden 6
10099 Berlin
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(K)ein einheitlicher Akteur? Positionsbildung in der EU Kommission
Bewilligung: 03.12.2007 Laufzeit:
In der politikwissenschaftlichen Europaforschung stellt die EU-Kommission eine "black box" dar, deren interne Prozesse der Positionsbildung weitgehend unbekannt sind. Das Projekt soll daher die Frage klären, wie sich Positionen in der EU-Kommission herausbilden. Diese Frage wird untergliedert in zwei weitere Forschungsfragen: Wie sind inhaltliche Positionen der Kommissare und der dazugehörigen Generaldirektionen zu begründen? Welche Faktoren können die Durchsetzungsfähigkeit der Generaldirektionen in der internen Interaktion erklären? Zu ihrer Beantwortung soll insbesondere geprüft werden, ob inhaltliche Positionen einer Generaldirektion von der Sachlogik des jeweiligen Problems oder Politikfeldes, von einem strategischen Interesse an Machtausweitung oder Machterhalt, von der Nationalität des Kommissars, seiner Parteizugehörigkeit, von den von der Generaldirektion vertretenen Interessengruppen oder von einer Gemengelage dieser Motive bestimmt werden. Zur Ermittlung der Durchsetzungsfähigkeit einer Generaldirektion sollen vertragliche Kompetenzen, die Ressourcenausstattung, die persönliche Führungs- und Innovationskraft des Kommissars und des Generaldirektors, die Einbindung von Interessengruppen und die Orientierung an der Position des Rates oder der Ratsmehrheit herangezogen werden.
Wissenschaftszentrum Berlin für
Sozialforschung gGmbH
Abteilung Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigung
Dr. Miriam Hartlapp
Reichpietschufer 50
10785 Berlin
Tel.: 030 25491141
Fax: 030 25491555
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The Dynamics of Reference Dependent Preferences
Bewilligung: 03.12.2007 Laufzeit: 5 Jahre
Die von den Nobelpreisträgern Kahnemann und Tversky entwickelte Prospekttheorie enthält eine Wertfunktion, die Ergebnisse in Relation zu einem Referenzpunkt bewertet. Unklar bleibt der Referenzpunkt, wie#Z#
er gebildet wird und wie er sich entwickelt. Das Projekt soll diesen Problemkreis in Laborexperimenten der empirischen Wirtschaftsforschung, der Neurowissenschaften und mit einer psychologischen Fallstudie klären und mit einer empirischen Studie die gewonnenen Ergebnisse bei drei Unternehmen auf Praxisrelevanz prüfen. Abschließend sollen die Ergebnisse das theoretische Modell anreichern und weitere ökonomische Phänomene wie soziale Normen und Ziele mehrerer Akteure und deren Zusammenwirken erklären helfen. Insgesamt soll das Projekt der Vorhersage und Begründung von Verhalten in ökonomisch relevanten Situationen dienen.
WHU - Otto Beisheim School of Management, Vallendar
Lehrstuhl für Organisationstheorie
Dr. Frauke Lammers
Burgplatz 2
56179 Vallendar
Tel.: 0261 65 09 307
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Entscheidungsverfahren und Verteilungseffekte: Die Allokation von Gesundheitsleistungen in den OECD-Ländern
Bewilligung: 03.12.2007 Laufzeit: 5 Jahre
Das Vorhaben wurde am 05.02.2008 von Hamburg nach Frankfurt am Main umgesetzt.
Das Vorhaben soll Auswirkungen verschiedener Entscheidungsverfahren auf Allokation und Rationierung von Gesundheitsleistungen klären. Im theoretisch-konzeptionellen Teil sollen Hypothesen entwickelt werden über die Auswirkungen einzelner Verfahrensmerkmale darauf, welche Prinzipien und Kriterien der Rationierung zur Anwendung kommen und wie sie sich auf die Verteilung auswirken. Im empirischen Teil soll ein quantitativer Datensatz für die 30 OECD-Länder erstellt werden zu den dort gewählten Verfahren, zur Begrenzung des Leistungskatalogs und zur tatsächlichen Erbringung von Leistungen. Hierbei ist eine Konzentration auf drei Gruppen von Leistungen vorgesehen: Therapien lebensbedrohlicher Erkrankungen mit unklarem Nutzen für die Patienten und hohen Kosten, insbesondere unzureichend erprobte Arzneimittel (z.B. neue Krebsmedikamente), Therapien nicht lebensbedrohlicher Erkrankungen, die die Lebensqualität verbessern (z.B. Hüftgelenkprothesen), Früherkennungs- und Präventionsmaßnahmen (z.B. Mammographie, neue Impfungen). In ergänzenden quantitativen Erhebungen ist eine Fokussierung auf Deutschland, Großbritannien, Neuseeland und die Schweiz geplant.
Universität Frankfurt am Main
FB Gesellschaftswissenschaften
Institut für Politikwissenschaft
Politische Theorie und Ideengeschichte
Philosophie
Dr. Claudia Landwehr
Robert-Mayer-Straße 5
60054 Frankfurt am Main
Tel.: 069 798 23150
Fax: 069 798 22155
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Multilokalität von Familie: Die Gestaltung von Familienleben bei räumlicher Trennung
Bewilligung: 03.12.2007 Laufzeit: 5 Jahre
Im Zentrum des Projekts steht die Frage, welche Bedeutung Multilokalität für Gestaltung und Herstellung von Familien zukommt. Dabei ist vor allem an berufsbedingte Trennung von Ehepartner und Kindern und an das Pendeln von Kindern zwischen den geschiedenen Eltern gedacht. Spezifische Merkmale, denen besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden soll, sind die "Praxis mehrerer Wohnsitze", geschlechtsspezifische Unterschiede in der Nutzung und Aneignung des Raumes, das Zuhause und die Lebensführung, Konsequenzen beruflich bedingter Mobilität für Familien, die Mobilität von Kindern zwischen den Haushalten getrennt lebender Eltern und die Bedeutung der Nutzung von Kommunikationstechnologie zur Überbrückung räumlicher Trennung und ihre Leistungsgrenzen. Insgesamt soll das Vorhaben eine Geographie der Familie entwickeln, die ein Konzept familialer Lebensführung umfasst und dabei räumliche Dimensionen und die Verschränkung von individuellen Lebensführungen zu einer familialen berücksichtigt.
Deutsches Jugendinstitut e. V., München
Abteilung Familie und Familienpolitik
Dr. Michaela Schier
Nockherstr. 2
81541 München
Tel.: 089 62306 153
Fax: 089 62306 162
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Die Entwicklung eines territorialen Rahmens sozialpolitisch relevanter Solidarität. Der Nationalstaat und die Europäische Union
Bewilligung: 03.12.2007 Laufzeit: 5 Jahre
Das Projekt fragt nach der Entwicklung eines Sozialraumes in Europa. Es soll am Beispiel der Sozialpolitik Möglichkeiten, Bedingungen und Folgen einer räumlichen Erweiterung politischer Handlungsfähigkeit erschließen. In diesem Rahmen gliedert es sich in drei Teilvorhaben: - Die Territorialisierung von Wohlfahrt im 19. Jahrhundert. - Entwicklungsperspektiven europäischer Sozialpolitik. - Die Entwicklung des territorialen Rahmens sozialpolitisch relevanter Solidarität. Der Nationalstaat und die Europäische Union. Darüber hinaus soll das Projekt in dem sich gegenwärtig strukturierenden Feld einer Europasoziologie eine Arbeitsgruppe bilden, die in Kooperation mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem europäischen Bereich einen wesentlichen Beitrag zur internationalen Diskussion leisten kann.
Universität Leipzig
Institut für Soziologie
Dr. Monika Eigmüller
Beethovenstr. 15
04107 Leipzig
Tel.: 0341 97 35647
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Informationen
zu dieser Initiative:
Bislang bewilligte Projekte:
Bewilligungen 2011
Bewilligungen 2010
Bewilligungen 2009
Bewilligungen 2007
allgemein: